Gefühl der Traurigkeit
Traurigkeit – wenn das Herz leiser wird
Einleitung (Ankommen nach erneutem Untreuebeweis)
Traurigkeit ist eines der stillsten Gefühle. – Sie schreit nicht. – Sie drängt nicht. – Sie zieht sich zurück.
Und genau deshalb wird sie oft übersehen oder weggeschoben.
Dabei ist Traurigkeit kein Fehler im System. Sie ist ein natürlicher Teil unseres emotionalen Erlebens.
[Infobox] Gefühl auf einen Blick
Gefühl: Traurigkeit (Sekunden werden zu Stunden)
Gefühlsart: sekundäres Gefühl
Qualität: nach innen gerichtet
Tempo: verlangsamend
Körpereindruck: Schwere, Müdigkeit, …
Was ist Traurigkeit?
Traurigkeit entsteht, wenn wir etwas verlieren, loslassen müssen oder innerlich Abschied nehmen. Auch Enttäuschungen können zur Traurigkeit führen. Bei Traurigkeit senkt sich das Gemüt. Meistens wird man nachdenklich, demotiviert und schwermütig. Sie ist nicht immer mit Tränen verbunden, aber oft ist sie mit emotionalen Nebenwirkungen versetzt. Man kann sich auch ohne äußerliche Merkmale sehr traurig fühlen. Selbst ohne ersichtlichen Grund kann die Traurigkeit jederzeit einziehen. Der Grund für eine Traurigkeit ist nicht einfach ersichtlich, erschwinglich oder logisch abzuleiten von Gegebenheiten im Außen. Da es ein nach innen gerichtetes Gefühl ist, wird das Außen abgeschirmt und der Rückzug vorbereitet. Dabei besteht die Gefahr der Verdrängung und des Rückzuges, und spätestens dort solltest Du ansetzen und Dein Leben mit der Traurigkeit überdenken, gestalten, halten, mitnehmen oder bearbeitet ablegen.
Das kann sichtbar sein – oder ganz leise, fast unbemerkt. Traurigkeit ist die emotionale Reaktion auf ein Nicht-mehr (bis hierhin).
Wozu Traurigkeit da ist?
Traurigkeit erfüllt eine wichtige Funktion:
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Sie hilft beim inneren Verarbeiten
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Sie verlangsamt, damit wir fühlen können
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Sie ermöglicht Abschied und Neuordnung
Ohne Traurigkeit würden Erfahrungen unbearbeitet bleiben. Traurigkeit ist kein Zustand, der „weg“ muss. Sie ist ein Durchgang. Ein Durchgang und ein Übergang, den nur Du selbst gestalten kannst. Das Gestalten ist nicht das Thema, das Erkennen und Erwachen hinter dem Gefühl ist wesentlicher als das Gestalten. Erkenntnisse, die durch das Erwachen des Bewusstseins zu Dir gelangen, können die Traurigkeit in Schritte der Fortbewegung versetzen – ohne Dein bewusstes Dazutun.
[Infobox] Häufige Missverständnisse
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Traurigkeit ist keine Schwäche
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Traurigkeit ist nicht gleich Depression
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Traurigkeit muss nicht sofort aufgelöst werden
Um Missverständnisse zu vermeiden, solltest Du Dir bewusst machen, dass Traurigkeit nicht nur negativ ist. Wir in der Esoterik provozieren manchmal Traurigkeit, um die neuen Wege bereinigt und sauber betreten zu können. Ich wollte auch nicht glauben, dass eine Traurigkeit Dich zum Weitergehen motivieren kann. Es ist eher immer ein – „Ich muss weitergehen!“ – bei mir gewesen, bis ich mit der Esoterik andere Wege gefunden habe. Und dennoch muss ich Dich darauf aufmerksam machen, dass die Traurigkeit ihr eigenes Gewicht hat. Je größer und schwerer die Traurigkeit ist, desto langsamer bewegt sie sich. Traurigkeit bleibt nie stehen, sie wandert immer mit langsamen Tempo – mal vorwärts, mal rückwärts und manchmal auch seitwärts. Sie ist ein Gefühl, das ständig in Bewegung ist.
Traurigkeit & sekundäre Gefühle
Oft bleibt Traurigkeit nicht allein. Sie verbindet sich mit sekundären Gefühlen wie:
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Schuld („Ich hätte etwas anders machen müssen“)
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Scham („Ich darf so nicht fühlen“)
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Enttäuschung („Es hätte anders sein sollen“)
Wenn diese sekundären Gefühle erkannt werden, darf die eigentliche Traurigkeit wieder frei fließen.
Wie fühlt sich Traurigkeit an?
Viele beschreiben Traurigkeit als:
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inneres Absinken
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Leere
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Druck im Brustraum
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feuchte Augen ohne konkreten Anlass
Traurigkeit will nicht erklärt werden. Sie will gehalten, gestärkt und angenommen werden.
Traurigkeit bewusst erleben
Wenn Traurigkeit Raum bekommt:
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wird sie weicher
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verliert sie ihre Schwere
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entsteht oft eine tiefe innere Ruhe
Manche Menschen erleben Traurigkeit dann nicht mehr nur als Schmerz, sondern als ehrliche Verbindung zu sich selbst. Dadurch ist es möglich, mit ihr für eine positiv gestaltete Zukunft zu sorgen, ohne sie ablegen zu müssen.
Traurigkeit & Manifestation
In der Esoterik wird Traurigkeit von einer anderen Sichtweise betrachtet. Dabei wird nicht zuerst gefragt: Woher kommt die Traurigkeit, sondern: Wo kann sie mich hinführen? Nicht selten werden dabei fürsorglich die Ursachen erarbeitet, damit das Manifestieren und das eigene Gestalten mithilfe der Traurigkeit machbar werden. Durch die Esoterik kann die Traurigkeit einfacher in ein eher angenehmes Gefühl verwandelt werden, sofern das Dein Anstreben ist. Der Schmerz soll weichen und die Traurigkeit kann für eine positive Zukunft genutzt und verwendet werden. Sofern Du Deine Traurigkeit richtig deuten kannst, kannst Du auch bewusst mit ihr arbeiten und sie hinterlässt nicht das Gefühl der Last. Wer sie als Last empfindet, unterdrückt die Vielfalt, die auch Traurigkeit in sich trägt. Doch unterdrückte Gefühle lassen sich nicht manifestieren und auch nicht bearbeiten. Ziel sollte es sein, die Traurigkeit zu Deinem Vorteil nutzen zu können. Das wiederum ist manchmal leichter gesagt als getan – aber machbar. Erst wenn Traurigkeit anerkannt wird, kann sich die innere Ausrichtung verändern. Manifestation beginnt nicht mit positiven Gedanken, sondern mit ehrlichem Fühlen.
Einladung (sanfter Abschluss)
Wenn Traurigkeit da ist, musst Du nichts tun. Du darfst langsamer werden. Du darfst fühlen. Du darfst sein.
Traurigkeit ist kein Ende. Sie ist ein Übergang.
Abschlussabsatz für den Beitrag:
Manchmal endet etwas nicht mit einem Gespräch, sondern mit einem stillen Verstehen. Nicht jede Enttäuschung braucht eine Aussprache, wenn sich ein Muster längst oft genug gezeigt hat. Vielleicht liegt Frieden nicht immer darin, Antworten zu bekommen, sondern darin, keine mehr zu brauchen. Und vielleicht ist genau das das Ende vom Lied: zu erkennen, was war, es nicht länger schönzureden und sich selbst endlich mehr zu glauben als der Hoffnung.
– Eve –








