Das Gefühl der Angst
Angst – wenn das Innere auf Schutz schaltet
Einleitung (Ankommen)
Wenn ich Angst empfinde, sollte ich genauer hinschauen, wovor oder vor wem ich Angst habe. Es ist eines der ältesten Gefühle der Menschheit, schon die Affen haben instinktiv dasselbe gefühlt. Sie meldet sich schnell. Oft unvoreingenommen und neutral, sowie leise und ungehört. Manchmal überwältigend, sodass man erst mal einen Schritt zurücktreten muss.
Angst ist kein Zeichen von Schwäche. Sie ist ein Signal und warnt vor eventuell anstehender Gefahr.
[Infobox] Gefühl auf einen Blick
Gefühl: Angst
Gefühlsart: primäres Gefühl
Qualität: schützend
Tempo: aktivierend
Körpereindruck: Enge, Spannung, erhöhter Puls, Wachheit
Was ist Angst?
Angst ist ein Gefühl, das sich nicht so einfach erklären lässt. Für viele Menschen ist das Gefühl Angst das erste Anzeichen von Überforderung, weil sie nicht lernen wollen, damit umzugehen. Doch wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt, ist es ein wirklich faszinierendes Thema und kann wirklich als Signal für eine Vorwarnung verstanden werden. Das Gefühl der Angst kommt meistens dann auf, wenn das Innere Gefahr anzeigt. Der erste Schritt ist, sich die Angst anzuschauen, bevor geurteilt wird. Ist es ein Gefühl, das realistische Gefahr anzeigt, oder ist die Angst da, unaufgefordert aufgrund vergangener Ereignisse (Trigger). Sofern Du Dir die Zeit nimmst, das relativ schnell einschätzen zu können, hast Du schon die größte Hürde genommen. Dabei ist nicht entscheidend, ob die Gefahr objektiv besteht, sondern wie sie innerlich erlebt wird. Angst richtet den Blick zuerst nach innen und dann umgehend nach außen, fast zeitgleich. Sie prüft Dich auf Herz und Nieren.
Wozu Angst da ist
Angst erfüllt eine überlebenswichtige Funktion:
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Sie schützt vor Risiken
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Sie schärft die Wahrnehmung
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Sie mobilisiert Energie
Ohne Angst gäbe es keine Vorsicht, keine Grenzen und keine bewussten Entscheidungen.
[Infobox] Häufige Missverständnisse
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Angst ist Realität und Trigger zugleich
(Das ist definitiv ein Missverständnis, denn Gefühle treten NIE gleichzeitig auf, sondern immer minimal zeitversetzt.)
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Angst bedeutet keineswegs Kontrollverlust
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Angst ist nicht gleichzusetzen mit Panik
Angst wird erst problematisch, wenn sie nicht verstanden, verdrängt oder sogar missachtet wird. Da die Angst ein sehr starkes Gefühl sein kann, ist es nicht immer möglich, auf sie angemessen zu reagieren.
Angst und sekundäre Gefühle
Angst verbindet sich häufig mit:
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Scham („Ich dürfte das nicht fühlen“)
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Schuld („Ich bin zu ängstlich“)
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Wut („Warum halte ich mich selbst zurück?“)
Wer diese sekundären Gefühle erkennt, kann zur eigentlichen Angst zurückkehren.
Wie fühlt sich Angst an?
Angst zeigt sich sehr unterschiedlich:
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innere Enge
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Druck im Brust- oder Bauchraum
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gedankliches Kreisen
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erhöhte Wachsamkeit
Angst will nicht bekämpft werden. Sie will verstanden werden.
Angst bewusst erleben
Die Angst bewusst erleben zu wollen, ist eine Herausforderung für sich. Angst setzt Adrenalin frei und nimmt dabei meistens noch andere Gefühle in Beschlag. Sie kommt selten allein. Meistens mit einem Rucksack, worin die anderen Gefühle versteckt sind und der gar nicht so schnell aufgenommen werden kann. Anfängliche Angst ist schleichend, mit der kann man sich schnell anfreunden. Doch wenn geballte Angst kommt und man teilweise handlungsunfähig wird, sollte man sich diese Situationen genauer anschauen – spätestens wenn alles vorbei ist. Denn es ist richtig, dass auf Schutz umgestellt wird, allerdings ist Schutz nicht immer der richtige Weg. Durch Angst kann man schnell den Überblick verlieren und dann werden eventuell fehlerhafte Schutzmechanismen aktiviert. Deswegen heißt es in erster Linie, ruhig bleiben, wenn das Gefühl der Angst sich bemerkbar macht.
Wenn die Angst Raum bekommt:
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verliert sie ihre Übermacht
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wird differenzierbar
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zeigt, wovor sie eigentlich schützen will
Manche Ängste lösen sich, andere verändern ihre Form. Beides ist in Ordnung.
Angst & Manifestation
In der Esoterik wird Angst oft als Werkzeug für Hoffnung und Zuversicht genutzt. Indem sie detailliert betrachtet wird, kann man Hoffnungen und die Zuversicht darin finden. Angst vor der Angst jedoch würde eine Blockade auslösen. Angst vor dem Unbekannten wird es auch gerne genannt. Zeig mir Dein Gesicht und ich zeige Dir Deinen Spiegel. Wenn Du so der Angst begegnest, kann Dir nicht wirklich viel passieren. Dann hast Du hinreichend Zeit, um sie Dir anzusehen. Durch das Spiegelgesetz des Universums wird die Angst zurückgeworfen, um Dir als Lebewesen die Chance zu geben, ihr nicht schutzlos ausgeliefert zu sein. Soviel zum Bereich der Esoterik.
Stimmung-eve.de geht einen Schritt davor und versucht aufzuklären, was es aufzuklären gibt.
Denn verdrängte Angst wirkt unbewusst weiter. Erkannte Angst wird handhabbar. Wer seine Angst kennt, kann bewusster entscheiden, wohin er sich ausrichtet. Manifestation beginnt nicht mit Mut und ohne Angst vor neuen sowie unbekannten Wegen. Der Angst begegnet man am besten mit ehrlicher, ungeschönter Selbstwahrnehmung.
Einladung (sanfter Abschluss)
Wenn Angst da ist, musst Du nicht kämpfen.
Du darfst hinsehen. Du darfst fragen, was sie schützen will.
Angst ist kein Gegner. Sie ist ein Hinweis auf viele gebündelte Informationen in kürzester Zeit.
Eve










